Monkey Management

Wer hat eigentlich den Affen auf der Schulter? Monkey Management!

Manager sind und sehen sich gerne als Problemlöser. Kaum liegt die zu lösende Situation auf dem Tisch zünden sie ein wahres Feuerwerk an Lösungen. Das ist gut, aber nicht immer angemessen und auch zeitraubend, wenn eine Lösung nicht sofort auf dem Tisch liegt, sondern erst mühsam nach Daten und Fakten recherchiert werden muss. Ein besonderer Zeitfresser sind Mitarbeiter, die ihrer Führungskraft eine zu lösende Aufgabe „zurück delegieren“: „Chef, mein Ansprechpartner in der Abteilung XY weigert sich, die Zahlen bis morgen aufzubereiten. Können Sie mal mit ihm sprechen?“

Delegation und Zeitfesser

Als Symbol für ein zu lösendes Problem oder Aufgabenstellung wird oft der „Affe auf der Schulter“ genutzt, der blitzschnell von der Schulter des Mitarbeiters auf die Schulter der Führungskraft turnt. Und schon sind wir mittendrin in den Themen: Mitarbeiterführung, Verantwortung tragen, Kompetenzen abgeben, Motivation und Delegation, fördern und fordern. Es ist eine Gratwanderung für Führungskräfte zu erkennen, wann ein Mitarbeiter tatsächlich Unterstützung braucht und wann es pure Bequemlichkeit ist, den „Affen“ auf die Schulter des anderen zu setzen. Zusätzlich gibt es für die Führungskraft auch noch die „Schmeichelfalle“ – tut es nicht gut, gefragt zu werden, wenn der Mitarbeiter nicht mehr weiter weiß?

Probieren Sie mal das „WSSV Prinzip“, wenn ein Mitarbeiter mit dem Affen ankommt. Anstatt reflexhaft das Problem selbst zu managen hilft die Frage an den Mitarbeiter: „Was Schlagen Sie Vor“? Nach dem dritten Mal wird ihr Mitarbeiter bestimmt nicht nur das Problem schildern, sondern zugleich auch eine Lösung anbieten (auch wenn es nicht die richtige oder die beste ist – egal!) und sie haben einen Zeitfresser durch den Affen auf ihrer Schulter weniger.